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Zukunftsfähig Bauen: Nachhaltigkeit Im Fokus Der Weltleitmesse BAU 2019

Zukunftsfähig bauen: Nachhaltigkeit im Fokus der Weltleitmesse BAU 2019

Die kostenfreien „Bauen von morgen“ Konferenzen des Bundesministeriums des Inneren (BMI) diskutieren Lösungen, Pilotprojekte und Forschungsergebnisse für nachhaltige Materialien und Innovationen. Tina Teucher begleitete die Veranstaltungen als Moderatorin für zukunftsfähiges Wirtschaften.

Hanf, Holz, Hartglas – was hat die beste Klimabilanz? Da Bauen ein Drittel des globalen Ressourcenverbrauchs und fast die Hälfte des globalen Energieverbrauchs ausmacht, ist nachhaltiges Bauen ein Schlüssel, um die Welt von morgen verantwortungsbewusst zu gestalten. Beispielsweise müssen die verwendeten Materialen recyclingfähig sein, also leicht auszutauschen, gut trennbar und nicht fest miteinander verbunden. Das stellt Architekten und Bauingenieure vor die Herausforderung kreativ mit dem umzugehen, was der Baugrund, die geografische Lage und die finanziellen Mittel vorgeben. Innovation ist gefragt.

So baut man für morgen

Deshalb beschäftigte sich die BAU 2019 in München intensiv mit Nachhaltigkeitsinnovationen:

14. Januar
„Effizient, qualitätvoll und digital
– Wege in das Bauen von morgen“

15. Januar
„Grün, ressourcenschonend und klimaresistent
– Innovationen im nachhaltigen Bauen“

16. Januar
Workshop: Effizienzhaus Plus Standard

17. Januar
„Nachwachsend, neuentdeckt und recycelt
– Materialien für das zukunftsfähige Bauen“

Die BAU ist die Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme. Nachhaltiges Bauen ist eines der zentralen Themen der Messe. Deshalb veranstalten die Organisatoren zusammen mit dem Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat im Rahmen der Messe die Konferenzen „Bauen von Morgen“. 

Gutes Klima für Big projects und Buden

Nachhaltiges Bauen beschränkt sich nicht nur auf die Verwendung der richtigen Materialien und ihre emissionsarme Beschaffung. Es müssen auch Themen wie Flächenversiegelung, Urbanisierung und der demografische Wandel bedacht werden. Dabei kommt es auf den sozialen, ökologischen und ökonomischen Kontext an: Generationenhäuser und tiny houses – vieles ist zukunftsfähig. Denn der demografische Wandel bringt auch bei den Wohnformen Innovationen hervor; die Ziele nachhaltiger Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) erfordern tiefgreifende Veränderungen bis 2030. Der Fokus der „Bauen von morgen“ Konferenzen lag daher 2019 auf den Chancen von Digitalisierung des Bauwesens, klimaangepasstem Bauen und nachhaltigen Materialien.

Die Teilnehmer der Konferenzen waren Praktiker aus der Bauwirtschaft, Architektinnen, Baufachleute, Bauherren, Immobilienverwalter, Bauwirtschaft und kommunale Verwaltungen. Sie interessierte die Energieeffizienz von Häusern für mehr Klimaneutralität und die Fragen, welche Eigenschaften zukunftsfähige Gebäude haben müssen und welche Auswirkungen die vollständige Digitalisierung der Baubranche mit sich bringt. Ökologische Low-Tech- und High-Tech-Lösungen wie Dachbegrünung und Wassermanagement wurden genauso behandelt wie die sozialen und ökonomische Dimensionen des Wohnungsbaus. Best-practice-Beispiele begleiteten die Diskussion um klimagerechte Gebäude und entsprechende Standards. Wie auch baufällige Häuser rechtlich und praktisch zu Materialbanken werden, zeigte die letzte Konferenz am 17.1.2019.

Innovationen im Bauwesen sind existenziell

Wer den Klimawandel auf ein menschenverträgliches Maß begrenzen will, muss in Bau, Architektur und Unterhalt von Gebäuden nachhaltig gestalten. Die Leitfragen zur Behandlung dieser Themen waren:

  • Wie muss das Bauen zukünftig ausgerichtet sein, um den Anforderungen künftiger Generationen und den gesellschaftlichen Entwicklungen gerecht zu werden?  
  • Was ist Innovation im Bauwesen?
  • Was ist Nachhaltigkeit beim Planen, Bauen und Erhalten?
  • Welche Trends werden zukünftig für das Bauwesen wichtig sein?

Ziel der Konferenzen war es, die Themen konkret und praxisbezogen zu bearbeiten, um direkt vom Austausch ins Handeln übergehen zu können. 

Die Konferenzen am 15. und 17. Januar 2019 moderierte Tina Teucher. Die Teilnahme an den Konferenzen war konstenfrei. Darüber hinaus thematisierte die Gesprächsreihe „Talk am Tresen“ weitere Megatrends und wie die Baubranche ihnen gerecht werden kann.

 

Tina Teucher moderiert Diskussionen und Konferenzen zu Zukunftsthemen. Sie inspiriert in Keynote-Speeches zur Unternehmenstransformation und motiviert mit Denkanstößen und praktischen Tipps zur konkreten Umsetzung. Als Expertin für nachhaltiges Wirtschaften, Innovation und Megatrends hält Tina Teucher Vorträge und publiziert u.a. in Magazinen und wissenschaftlichen Sammelbänden. Zudem berät sie Unternehmen in Nachhaltigkeits- und Strategiefragen.

Titelbild: Bei der BAU 2019 geht es u.a. um innovative Baumaterialien wie den Bio-Dämmstoff „HOIZ“ der Firma Baufritz. Das Material ist in der ÖKOBAUDAT – einer Datenbank des BMI für nachhaltige Baustoffe – gelistet. Bild: © Baufritz

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