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nachdenklicher Mensch, gezeichnet; Schrift: WAS DENN NUN? Motor an der Ampel an oder aus?

Motor an der Ampel an oder aus: Was ist sinnvoll?

Spart es Sprit, den Motor an der Ampel auszumachen? Oder schadet es nur Anlasser und Batterie? Wann es sinnvoll ist und wann nicht, zeigt dieser Blogbeitrag.


Autos mit Start-Stopp-Automatik machen es vor: Bei Halten an der Ampel schaltet sich der Motor ab. Wo jetzt der Sprit so teuer ist, möchte jede*r sparen, wo es geht. Ist es also auch sinnvoll, den Motor manuell beim Halten an der Ampel abzuschalten? Häufig hört man hier Argumente wie: „Das kostet doch mehr Sprit, als es spart.“ Oder: „Sprit mag es sparen, aber letztendlich ist es teuerer, weil es Anlasser und Batterie schädigt.“ Zu letzterem sagt der ADAC: „Nach unseren Erkenntnissen ist diese zusätzliche Belastung für Anlasser und Batterie gerade bei warmem Motor zu vernachlässigen.“ Das ist also schonmal aus der Welt. Was ist aber mit dem ersten Argument?

Kostet es mehr Sprit, den Motor an der Ampel abzustellen, als es einspart?

Wann es sinnvoll ist, den Motor abzuschalten:

  • Beim Stehen an einem Bahnübergang für mehrere Minuten
  • Je nach Modell lohnt sich das Abschalten ab 20 bis spätestens 30 Sekunden
  • In Autos mit Start-Stopp-Automatik sollte die Automatik aktiviert sein, weil das einen größeren Nutzen bringt, als das manuelle An- und Abschalten. Das liegt daran, dass die Automatik bei der An-oder-aus-Entscheidung die Motor- und Außentemperaturen berücksichtigt.

Was ist zu beachten?

  • Häufigeres Ab- und Anschalten bei noch kaltem Motor, verbraucht beim Startvorgang des Motors mehr Sprit als wenn der Motor einfach weiterläuft. Das Auto sollte also schon wenige Kilometer gefahren sein, bevor man manuell das Stopp-und-Start-Verfahren anwendet. – Je nach Außentemperatur ist der Motor schneller oder langsamer auf einer sinnvollen Betriebstemperatur.
  • Bei Dunkelheit oder schlechten Sichtverhältnissen die Lichter angeschaltet lassen

Im Winter sollten Sie das Warmlaufenlassen des Motors im Stand vermeiden – es ist verboten, belastet die Umwelt, kostet Extra-Sprit und schädigt den Motor.

ADAC

Weitere Tipps zum Sprit sparen

  • Vorausschauend fahren: nicht unnötig Gas geben und dann sofort wieder abbremsen
  • Motorbremswirkung des Autos nutzen, also nicht in den Leerlauf schalten, weil viele Autos die Spritzufuhr sperren, wenn die Motorbremse aktiv ist
  • Wenn gerade möglich: schnell beschleunigen und gleich hochschalten und so die Drehzahl niedrig halten (schon nach einer Wagenlänge nach dem Losfahren in den 2. Gang schalten)
  • Erst herunterschalten, wenn der Motor ruckelt oder zu Brummen beginnt
  • Eco-Modus bei Automatik-Autos nutzen
  • Alles aus dem Auto ausladen, was nicht benötigt wird
  • Auf den korrekten Reifendruck achten
  • Das Auto regelmäßig warten
  • Kurzstrecken lieber zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen, kurze Strecken verbrauchen überdurchschnittlich viel Kraftstoff, weil der Motor dann kalt ist und weniger effektiv arbeitet.
  • Möglichst wenig elektrische Geräte im Auto verwenden, z.B. statt der Lüftung oder Klimaanlage – wenn möglich – die Fenster öffnen. Allerdings das nur bei niedrigen Geschwindigkeit sinnvoll, weil offene Fenster die Luftströme um das Auto verändern und dadurch den Spirtverbrauch erhöhen. Bei niedrigen Geschwindigkeiten sind offene Fenster sparsamer als die Klimaanlage.
  • Fahrtraining besuchen: Es gibt spezielle Trainingseinheiten für spirtsparendes / umweltfreundliches Fahren
  • Energiesparreifen lohnen sich für Vielfahrer*innen
  • Umsteigen auf Roller oder Motorrad
  • Und das ist logisch: Motor erst unmittelbar vor dem Losfahren starten und nicht danach noch anschnallen, Radio starten und Handy checken…

Der beste Tipp zum Spritkosten reduzieren ist und bleibt: das Gründen
von Fahrgemeinschaften oder das Umsteigen auf den ÖPNV / das Rad.

Quellen

Tina Teucher ist als Expertin für nachhaltiges Wirtschaften auf Konferenzen und Summits vertreten. In Vorträgen und Moderationen erfrischt sie das Publikum und inspiriert kleine und große Unternehmen mit neuen Ideen und Best practice Beispielen zu enkeltauglichen Visionen. Neben CSR (Corporate Social Responsibility) ist die frühere Chefredakteurin von forum Nachhaltig Wirtschaften z.B. auch mit circular economy (Kreislaufwirtschaft) und nachhaltiger Transformation des Kerngeschäfts (Geschäftsmodellinnovation) vertraut.


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