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Pinguine In Einer Reihe. Text: Coole Vögel.

Am Boden bleiben

Den Flugverkehr vermindern, das Klima schützen! – Am 30. April 2020 übergab die Initiative „Am Boden bleiben“ ihre Petition an den Bundestag.


Die Initiative „Am Boden bleiben“ ist Teil des weltweiten Netzwerkes STAY GROUNDED und kämpft dafür, den Flugverkehr zukunftstauglich und so umweltverträglich wie möglich zu gestalten. Dafür haben sie folgende Forderungen aufgestellt:

  1. Eine rote Linie ziehen: Flugverkehr reduzieren – Klima schützen
  2. Alternativen ausbauen – Verkehrswende einleiten
  3. Verkehrswende sozial gerecht gestalten: “Miles & pay” statt “Miles & more”
  4. Schluss mit Subventionen für Ryanair & Co.
  5. There are no jobs on a dead planet: Gerechte Übergänge einleiten!
  6. Mobilität für alle statt Profite für wenige: demokratische Verkehrsplanung jetzt!
  7. Ende verschwende: Flughäfen den Geldhahn zudrehen!
  8. Emissionen reduzieren statt Probleme verlagern!
  9. Kein Unfug durch Rumflug: Schluss mit Flugreisen auf Staatskosten!
  10. Ende Legende: Sagt die Wahrheit übers Fliegen!

Darin fordert die Initiative nicht nur Klimagerechtigkeit als großes Ziel, sondern schlägt viele konkrete Maßnahmen vor, die den Weg bereiten sollen. Dazu gehören bezahlbare Nachtzüge, Hochgeschwindigkeitsverbindungen im überregionalen Zugverkehr (auch EU-weit), die Abschaffung von Vielfliegerprogrammen und Werbung für Flugreisen und die Schließung ausgewählter, nicht lukrativer Regionalflughäfen. Mehr dazu hier.

#SavePeopleNotPlanes

Am Boden Bleiben - Pinguine im BER #ambodenbleiben #BER #PenguinsForFuture #Klimagerechtigkeit

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#StayGrounded

Am 30. April übergab das Bündnis aus über 300 Organisationen, 300 WissenschaftlerInnen und über 72.000 Einzelpersonen ihre Petition an Vertreter des Bundesministeriums für Energie und Wirtschaft.

Tina Teucher moderierte den anschließenden Presse-Talk (online) mit den Experten

  • Klara Strauß (Am Boden bleiben)
  • Prof. Stefan Gössling (Experte Flugverkehr)
  • Prof. Ulrich Brand (Professor für Politikwissenschaft)
  • Lisa Badum (klimapolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen)
  • Magdalena Heuwieser (Stay Grounded)

Was genau macht denn die schädliche Wirkung des Flugverkehrs aus?

Das Umweltbundesamt hat die klimawirksamen Prozesse des Fliegens so zusammengefasst:

  • Emissionen von CO2 (erwärmender Effekt)
  • Bildung des treibhauswirksamen Gases Ozon infolge von NOx-Emissionen (erwärmender Effekt)
  • Minderung der atmosphärischen Konzentrationen des treibhauswirksamen Gases Methan, auch infolge der NOx-Emissionen (abkühlender Effekt)
  • Emission des treibhauswirksamen Gases Wasserdampf (erwärmender Effekt)
  • Reflektion der Sonnenstrahlung durch die emittierten Sulfataerosole (abkühlender Effekt)
  • Absorption der Sonnenstrahlung durch die emittierten Rußpartikel (erwärmender Effekt)
  • Bildung von Kondensstreifen (erwärmender Effekt)
  • Bildung zusätzlicher Zirruswolken aus Kondensstreifen (erwärmender Effekt)
  • Modifikation bestehender Zirrusbewölkung (Effekt unbekannten Vorzeichens und sehr unsicherer Größenordnung)

Kondensstreifen bestehen übrigens aus Eispartikeln, die lokal eine stärkere Klimawirkung entfalten als CO2, Zirruswolken sind Wolken aus Eispartikeln, die in großer Höhe bestehen. Laut Berechnungen der Kompensationsplattform atmosfair gGmbH auf Basis der Daten des internationalen wissenschaftlichen Klimarats der UN (IPCC) trägt der weltweite Flugverkehr ca. 7% zur Verstärkung des Treibhauseffekts durch den Menschen bei. Das Umweltbundesamt bestätigt außerdem, dass Fliegen die klimaschädlichste Fortbewegungsart ist und 40 Prozent der deutschen Bevölkerung unter Fluglärm leiden.


Weiterführende Links und Quellen:

Zahlreiche Akteure fordern derzeit, den „Neustart“ nach Corona nachhaltig zu gestalten:

Titelbild: Markus De Nitto auf Pixabay


Tina Teucher ist Keynote-Speakerin, Autorin und Beraterin für nachhaltiges Wirtschaften. Ehrenamtlich engagiert sie sich in Netzwerken, die die nachhaltige Entwicklung fördern. Dazu gehören die Future eG, der B.A.U.M. e.V. und der Think Tank 30. Als Expertin für Megatrends und Innovationen hat sie die neuesten nachhaltigen Entwicklungen im Blick.


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