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Erfolgreiche Nachhaltigkeitskommunikation

Sustainable Marketing – Wirtschaftswandel durch „grüne“ Konsumenten

Um das eigene Engagement glaubwürdig zu kommunizieren, brauchen Unternehmen Sustainable Marketing. Tina Teucher zeigt, wie erfolgreiche Nachhaltigkeitskommunikation geht.


Am 14. September 2021 fand die 4. Mitgliederversammlung des Marketing Club Lago (MC Lago) in Konstanz am Bodensee statt. Als Expertin zu Sustainable Marketing und nachhaltiger Kommunikation inspirierte Tina Teucher das Publikum mit ihrem Keynote-Vortrag „Sustainable Marketing – Wirtschaftswandel durch grüne Konsumenten“. Der Blogbeitrag fasst die wichtigsten Erkenntnisse für Unternehmen zusammen.

Warum nachhaltiges Marketing?

Die Nachhaltigkeitsbranche boomt. Insbesondere die Bio-Branche, Fair-Trade-Produkte, erneuerbare Energien und Grüne Investments mit ökologischen und sozialen Mehrwerten befinden sich im Aufschwung. 20 % der Neugründungen liegen im Bereich Green Economy.  Etwa 25% der Konsumenten orientieren sich an einem nachhaltigen Lebensstil – dem Lifestyle of Health and Sustainability. Daher nennt man diese Zielgruppe kurz: LOHAS.

Um das Vertrauen von Kunden und Stakeholdern zu gewinnen, profitieren Unternehmen von einer auf diese Gruppen abgestimmten Strategie, klaren Botschaften und Transparenz über das eigene Handeln.

Erfolgreiche Nachhaltigkeitskommunikation – wie geht’s? 

Erfolgreiches Sustainable Marketing besteht dabei aus einem Kreislauf aus den drei Phasen Zuhören, Handeln und Reden:

Sustainable Marketing

1. Zuhören:

Der erste Schritt ist eine Bestandsaufnahme. Dabei lauten die wichtigsten Fragen in der Analysephase des Zuhörens (am besten mit Emotionaler Intelligenz, die als Schlüsselkompetenz in der Führungsetage nicht fehlen sollte):

1. Welche Stakeholder sind für uns wesentlich und welche Erwartungen stellen sie an unser nachhaltiges Unternehmen?

2. Welche Megatrends beeinflussen die Entwicklung unseres Markts und verändern das Stakeholder-Verhalten?

3. Welche Nachhaltigkeitsansätze existieren bei uns bereits und wie werden sie kommuniziert?

Für die Betrachtung des Status quo geeignet sind Stakeholder-Dialoge, die die Eigen- und Fremdwahrnehmung des Unternehmens aufzeigen sowie Chancen und Risiken für die Zukunft ableiten.

Nach der Bestandsaufnahme und Analyse entstehen neue Erkenntnisse für nachhaltige Unternehmen (oder solche, die es gerne werden wollen):

  • Welche Aspekte sollen Eingang in das Leitbild und Strategie finden?
  • Wie lassen sich Vision, Mission und Leitbild nachhaltigkeitsbezogen formulieren?
  • Welche Ziele können wir setzen, die Tradition und Innovation verbinden, um so auch eine starke Zugkraft in der internen und externen Kommunikation entwickeln zu können?

2. Handeln:

Aus dieser Reflexion ergeben sich die Grundlagen für das weitere Handeln:

  • Welche Strategien und Maßnahmen sollen ergriffen werden? Wie lässt sich ein ggf. bestehendes Nachhaltigkeitsmanagement in seiner Performance verbessern?
  • Was bedeutet das für die Kommunikationsstrategie?
  • Welche Botschaften und Gefühle lassen sich dabei vermitteln?

Erst am Ende (und neuen Anfang) dieses Prozesses folgt die Kommunikation nach außen hin:

3. Reden:

Die öffentliche Nachhaltigkeitskommunikation kann beispielsweise in Form eines Sustainability Reports wie bei VAUDE erfolgen, über Pressemitteilungen oder auch im Rahmen der Social Media Strategie auf den sozialen Netzwerken. Das Feedback fließt schließlich wieder in die Strategiefindung und Reflexion des Unternehmens ein.

So bleiben grüne Unternehmen mit ihren Stakeholdern im Dialog, können Risiken und Trends effektiver erkennen und flexibler auf Veränderungen reagieren.

Diese Fähigkeit nennt sich auch Resilienz: Sie ist es, die Unternehmen langfristig stärkt, ihre Zukunftskompetenz erhöht und das Vertrauen in ihr verantwortungsvolles Handeln sichert. Damit stellen sich nachhaltige Unternehmen auch ökonomisch zukunftsfähig auf.

Fazit

Organisationen können einen echten Beitrag dazu leisten, die anspruchsvollen globalen Ziele nachhaltiger Entwicklung in den nächsten Jahren zu erreichen. Dank langfristiger Strategie sind sie damit auch krisenfester.

Erfreulicherweise ist Nachhaltigkeit in immer mehr Unternehmen das leitende Prinzip und wird bis in die Ziele eines jeden einzelnen Mitarbeiters verankert. Denn nur so kann sichergestellt werden, dass die nachhaltige Unternehmensstrategie ganzheitlich und systematisch verfolgt wird.

Ziel muss sein, dass das ganze Unternehmen Nachhaltigkeit und damit verbundene Werte lebt. Ausschlaggebend ist dabei, dass alle Mitarbeitenden einbezogen werden und allen bewusst ist, wie sie in ihrer jeweiligen Funktion zu den Nachhaltigkeitszielen beitragen können.

Denn: Nachhaltigkeit macht Unternehmen auf lange Sicht zu den erfolgreicheren und zukunftsfähigeren Unternehmen, in die es sich zu investieren lohnt.

Hier geht’s zum vollständigen Artikel: mclago.com/tina-teucher-wie-nachhaltige-unternehmen-wirtschaften/


Tina Teucher ist Kommunikationsexpertin mit dem Schwerpunkt zukunftsfähiges Wirtschaften. Sie ist als Moderatorin und Speakerin jedes Jahr auf zahllosen Konferenzen im Web und vor Ort präsent und begleitet als Beraterin für nachhaltige Kommunikation Unternehmen aus Branchen wie Chemie, IT und Marketing, aber auch Startups, Sozialunternehmen und zivilgesellschaftliche Organisationen. Ihr Motto dabei: Erfolg durch Sinnstiftung und gute, zukunftsrelevante Inhalte.
Der Newsletter von Tina Teucher informiert etwa viermal jährlich über aktuelle Nachhaltigkeitsthemen.


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