skip to Main Content
Was Bedeuten Die UN Nachhaltigkeitsziele (SDGs) Für Die Wirtschaft?

Was bedeuten die UN Nachhaltigkeitsziele (SDGs) für die Wirtschaft?

Am 13. September 2019 widmete sich eine Fachtagung in Lüneburg den 17 Zielen nachhaltiger Entwicklung: „SDGs im Praxis-Check. Chancen, Herausforderungen und Umsetzungsstand”. Tina Teucher moderierte den Tag.

Im Herbst war die Leuphana Universität Lüneburg erneut Gastgeber für Diskussionen zur nachhaltigen Entwicklung mit Vertreterinnen verschiedenster Branchen und Unternehmen. Der Fokus der diesjährigen Veranstaltung lag auf den Sustainable Development Goals (SDGs), die die Vereinten Nationen 2015 beschlossen haben.

Die Teilnehmenden verglichen die Nachhaltigkeitsziele mit einer „Sprache, die global verstanden wird“ und sehen darin eine Chance zur länderübergreifenden Kooperation:

Wir haben nicht mehr so viel auf dem Planeten, wo wir uns einig sind.

Georg Hoffmann, Ritter Sport
Tina Teucher. Foto: Patrizia Jäger

Dennoch, so warnte Dr. Saskia Juretzek, Senior Manager Sustainability bei der Allianz, muss aufgepasst werden, dass dieses vielversprechende Rahmenwerk auch mit Inhalten gefüllt wird. Prof. Dr. Stefan Schaltegger, Professor für Nachhaltigkeitsmanagement an der Leuphana Universität, informierte einleitend über den aktuellen Stand der Zielerreichung der Sustainable Development Goals. Er stellte heraus, dass deutsche Unternehmen sowohl den Themen Arbeitsplätze und Wachstum, Innovation und Infrastruktur, aber auch Maßnahmen bezüglich des Klimaschutzes am meisten Relevanz zuweisen. Armutsbekämpfung sowie „Leben an Land“ und „Leben unter Wasser“ fielen auf die hintersten Plätze.

Es ist angesichts dieser Entwicklungen schwierig, nicht wütend zu werden und es wäre einfach sich frustriert zurückzuziehen. Genau das darf Ihnen aber nicht geschehen, denn die Voraussetzungen nachhaltige Entwicklung voranzubringen, waren möglicherweise selten so gut.

Dr. Stephan Schaltegger, Leuphana

Thorsten Pinkepank (BASF SE), Georg Hoffmann (Ritter Sport) und Dr. Saskia Juretzek (Allianz SE) diskutierten nach ihren Impulsvorträgen die Frage, wie die SDGs Eingang in das Nachhaltigkeitsmanagement von Traditionsunternehmen finden und stellten ihren Beitrag zu einer zukunftsfähigen Wirtschaftsweise vor. Beispielsweise bewirtschaftet der Schokoladenfabrikant eine eigene Kakaoplantage, auf der ausschließlich ökologisch und sozial verträglich angebaut wird. Weiterhin sprachen Vertreter vom Bündnis eine Welt Schleswig Holstein e.V. und Brot für die Welt über die Bedeutung von SDGs im Dritten Sektor.

Thorsten Pinkepank (BASF SE) (Mitte), Dr. Saskia Juretzek (Allianz SE) (links) und Tina Teucher (rechts) Foto: Patrizia Jäger

Was die SDGs angeht sind wir alle Entwicklungsländer, haben alle Nachholbedarf.

Katrin Kolbe, Bündnis Eine Welt Schleswig Holstein e.V.

Bisherige Ergebnisse der „Global Survey on SDG“ stellte Andreas Zamostny von Schlange & Co. vor und beleuchte dabei auch, wie die SDGs von Not-for-Profit-Organisationen bewertet und genutzt werden.

ReferentInnen der Sozialunternehmen Gexsi, Impact Hub Dresden und Goldeimer zeigten in ihren Pitches und Workshops, welche Rolle die SDGs für Sustainable Start-Ups spielen.

Die Konferenz fand im Rahmen der jährlich vom CSM e.V. (Centre for Sustainability Management) organisierten Home Coming Days der Leuphana Universität Lüneburg statt. Der Tag bot zahlreiche Möglichkeiten zum Netzwerken und Kontakte schließen.

Link zur Veranstaltung


Tina Teucher ist Rednerin und Dozentin für nachhaltiges Wirtschaften und moderiert regelmäßig Veranstaltungen zu Zukunftsthemen. Ihr Ziel ist die nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft, wofür sie Unternehmen dabei unterstützt, ganzheitliches Denken in ihre Prozesse zu integrieren. Die Expertin in den Themen Nachhaltigkeit, Megatrends und im Bereich Insektenschutz hält Lehraufträge u.a. bei der Fresenius Hochschule.

Diesen Beitrag jetzt teilen:

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top